Drittgrößter See Polens und der größte Küstensee - 71 km² Wasser, im Schnitt anderthalb Meter tief, nur durch einen Streifen wandernder Dünen von der Ostsee getrennt. Der beste Blick öffnet sich vom Aussichtsturm in Kluki oder vom Gipfel des Rowokół.
Der Łebsko-See ist der drittgrößte See Polens und der größte Küstensee des Landes: 71,4 km², im Schnitt eineinhalb Meter tief, und von der Ostsee trennt ihn nur ein Streifen Wanderdünen. Er liegt vollständig im Słowiński-Nationalpark und steht unter Schutz, deshalb gibt es hier keine Strände, keine Badestelle und keinen Wassersport. Von Rowy aus wählen Sie am besten einen von zwei Aussichtspunkten: den Turm auf dem Rowokół, von dem aus Sie den ganzen See auf einmal sehen, oder den Turm und den Holzsteg in Kluki am Südufer. Zu keinem von beiden haben Hunde Zutritt.
Wie kommen Sie von Rowy aus an den Łebsko-See?
Fast das gesamte Ufer des Łebsko ist unzugänglich, deshalb fährt man nicht einfach drauflos an den See, sondern zu einem bestimmten Punkt. Von Rowy aus sind zwei sinnvoll. Zum Rowokół sind es etwa 15 Minuten mit dem Auto bis Smołdzino und etwa 20 Minuten Aufstieg auf den Gipfel, wobei seit März 2026 die direkte Treppe zum Gipfel gesperrt ist und der einzige Zugang über den blauen Wanderweg ab der Tankstelle führt. In Kluki am Südufer gibt es einen Aussichtsturm und einen Holzsteg; der letzte halbe Kilometer vor dem Parkplatz ist eine Sandpiste, und vom Parkplatz bis ans Ufer geht man noch etwa 10 Minuten. Kluki liegt im Nationalpark, prüfen Sie deshalb vor der Abfahrt die aktuellen Zutrittsregeln.
Von wo aus sieht man den ganzen Łebsko-See am besten?
Vom Aussichtsturm auf dem Rowokół sehen Sie den ganzen See auf einmal und nebenbei auch den Gardno-See, die Ostsee und den Leuchtturm Czołpino. Das ist der beste Aussichtspunkt in der Umgebung, doch der Turm ist kostenpflichtig und vom 1. Mai bis 30. September geöffnet, und bei starkem Wind, Nebel und Gewitter wird er mitunter geschlossen. Kluki bietet etwas anderes: Der Turm und der Holzsteg am Südufer erlauben es, bis dicht ans Wasser heranzutreten, statt das Ganze aus der Ferne zu betrachten. Gleich daneben steht das Freilichtmuseum, ein Ausflug deckt also beide Ziele ab.
Kann man im Łebsko-See baden?
Nein. Es gibt hier keine Strände, keine ausgewiesene Badestelle und keinen Wassersport, und der gesamte See liegt im Słowiński-Nationalpark unter Schutz. Zum Baden fährt man ans Meer nach Rowy, zum Windsurfen an den Gardno-See, wo flaches und warmes Wasser seit Jahren die Bretter anzieht. An den Łebsko kommt man wegen der Aussicht und wegen der Vögel.
Wie groß und wie tief ist der Łebsko-See?
71,4 km² Fläche, maximal 6,3 Meter Tiefe, im Schnitt eineinhalb Meter. Damit ist er der drittgrößte See Polens, nach Śniardwy und Mamry, und der größte Küstensee des Landes. Diese Zahlen geben seinen Charakter gut wieder: eine riesige Wasserfläche, die auf dem größten Teil ihrer Ausdehnung flacher ist, als ein erwachsener Mensch groß ist.
Warum ist das Wasser im Łebsko brackig?
Der Łebsko ist weder ein gewöhnlicher See noch eine Bucht. Vom offenen Meer trennt ihn eine Nehrung, doch in der Stadt Łeba besteht eine Verbindung zum Meer, deshalb ist sein Wasser brackig. Darum sieht die Natur am Łebsko anders aus als an einem gewöhnlichen See.
Vögel am Łebsko-See
Ornithologisch ist der Łebsko einer der reichsten Orte Europas. Zu sehen sind hier Schwäne, Kormorane, Kraniche und Seeadler, und im Frühjahr und Herbst rasten hier Tausende von Zugvögeln. Ein Fernglas nützt mehr als eine Kamera, denn die Vögel halten sich fern vom Ufer.
Warum wird der Łebsko-See kleiner?
Von Norden her schütten die Wanderdünen der Łeba-Nehrung das Ufer zu, dieselben, die das Erkennungszeichen des Nationalparks sind. Dadurch verliert der See ein paar Hektar pro Jahr. Das ist der seltene Fall einer Landschaft, die sich in einem Tempo verändert, das innerhalb eines einzigen Menschenlebens wahrnehmbar ist.






