Acht in Rowy registrierte Fischkutter liegen an der Mündung der Łupawa. Bei gutem Wetter verkaufen die Fischer den Fang direkt vom Deck - das gibt es in wenigen polnischen Häfen noch.
Der Hafen von Rowy ist ein kleiner, noch aktiver Fischereihafen an der Mündung der Łupawa: acht Kutter mit dem Kennzeichen ROW, eine Hafenmeisterei und eine Promenade auf der Westmole. Bei günstigem Wetter verkaufen die Fischer ihren frischen Fang direkt vom Deck, und in der Saison starten hier Ausflugsfahrten mit dem Fischkutter DAR-36. Von unseren Unterkünften in Rowy sind es rund 10 Minuten zu Fuß, der Zugang ist das ganze Jahr über frei.
Kann man im Hafen von Rowy frischen Fisch kaufen?
Ja, bei günstigem Wetter verkaufen die Fischer ihren Fang direkt vom Deck, gleich nach der Rückkehr der Kutter. Feste Uhrzeiten oder Preislisten gibt es nicht: Alles hängt davon ab, ob die Kutter an dem Tag ausgelaufen sind und was sie mitgebracht haben. Am häufigsten gibt es Flunder und Makrele, manchmal auch Aal. Nur noch wenige Häfen in Polen handeln auf diese Weise, es lohnt sich also, morgens ans Wasser zu gehen und einfach zu fragen.
Kutterfahrten ab dem Hafen von Rowy
In der Saison starten vom Hafen aus Ausflugsfahrten mit dem Fischkutter DAR-36. Alles hängt allerdings vom Wetter ab: Bei mehr als Windstärke 5 auf der Beaufortskala laufen die Kutter den Hafen nicht an, und die Fahrten fallen aus. Die Termine bestätigt ihr am besten vor Ort im Hafen, denn sie ändern sich von Tag zu Tag.
Die Promenade auf der Westmole
Seit 2016 führt eine Promenade über die Westmole, und es lohnt sich, bis ganz ans Ende zu gehen. Vom betonierten Molenkopf aus sieht man gleichzeitig die offene Ostsee, den Strand und die Hafeneinfahrt. Ein kurzer Spaziergang, genau richtig für den Abend, und der beste Platz für Fotos von den Kuttern, die vom Fang zurückkommen.
Die mittelalterliche Kogge im Hafen von Rowy
Bei Hafenarbeiten wurde 2003 eine hölzerne Kogge vom Grund geborgen - ein mittelalterliches Schiff, dessen Eichen um 1270 gefällt wurden. Das ist einer der wichtigsten Funde der polnischen Unterwasserarchäologie. Er deutet darauf hin, dass die Stelle an der Mündung der Łupawa wahrscheinlich schon seit dem 13. Jahrhundert als Hafen diente.
Was euch erwartet: ein Fischereihafen, keine Marina
Acht Fischkutter, ein paar Boote und die Hafenmeisterei - das ist der ganze Hafen. Hier geht es mehr um die tägliche Arbeit der Fischer als um einen Yachthafen für Touristen, und genau darin liegt der Reiz. Für Kinder ist der Moment der Rückkehr oft das größte Erlebnis: das Einlaufen zwischen die Molen, die Möwen über dem Deck und das Ausladen der Kisten. In der Saison stehen am Hafen außerdem Stände mit frisch geräuchertem Fisch.
Wie kommt man zum Hafen und wann lohnt sich der Besuch?
Von unseren Unterkünften in Rowy geht man rund 10 Minuten zu Fuß zum Hafen, immer an der Łupawa entlang. Der Zugang ist frei, zu jeder Jahreszeit und ohne Tickets. Am schönsten ist es morgens, wenn die Kutter vom Fang zurückkommen, und vor Sonnenuntergang, wenn der Hafen sich leert und man in Ruhe die ganze Westmole entlanggehen kann.




